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Grafischee exemplarische Darstellung vom Prinzip der Kryolipolyse

Wie funktioniert Kryolipolyse?

Lesedauer: ca. 5 Minuten

Fettbehandlung mit Kälte: Was steckt hinter dem Prinzip der Kryolipolyse?

  • Kryolipolyse beschreibt ein grundsätzliches Verfahren zur Fettbehandlung mit Kälte.
  • Die Behandlung ist immer nicht-invasiv, eine Operation ist nicht notwendig.
  • Das Grundprinzip ist gleich, verschiedene Anbieter und Systeme legen unterschiedlich Schwerpunkte.
  • Wichtig ist immer die Frage: Was genau möchte ich mit der Behandlung erreichen.

Die Kryolipolyse ist ein wichtiger Bestandteil in der ästhetischen Medizin. Mit ihr werden kleine Fettdepots gezielt mit Kälte behandelt. Viele Geräte, Marken und Versprechen sorgen bei Patienten jedoch oft für Verwirrung.

Dieser Artikel beschreibt das grundsätzliche Prinzip der Kryolipolyse, zeigt Möglichkeiten und Grenzen und hilft dabei, Systeme und Behandlungsansätze besser einzuordnen.

Wie ist Kryolipolyse?

Kryolipolyse ist eine nicht-invasive Fettreduktion, die gezielt mit Kälte arbeitet. Es geht nicht um klassisches Abnehmen. Es geht um Körperkonturierung. Behandelt werden kleine bis mittlere, hartnäckige Fettpolster, die trotz Sport und ausgewogener Ernährung bleiben können. Genau hier setzt die Kältebehandlung an.

Bei der Kryolipolyse werden Fettzellen kontrolliert heruntergekühlt. Die Haut bleibt dabei geschützt. Den eigentlichen Abbau übernimmt anschließend der Körper. Das passiert schrittweise über mehrere Wochen. Viele wünschen sich genau das: Fettzellen vereisen, ohne OP und ohne Ausfallzeit.

Wofür wird Kryolipolyse angewendet?

Die Kryolipolyse Behandlung wird vor allem eingesetzt, wenn es um lokale, kleinere Fettpolster geht, die sich trotz Bewegung und ausgewogener Ernährung nur wenig verändern. Typisch sind Problemzonen, an denen sich Fettgewebe hartnäckig hält. Häufig spielen dabei genetische Faktoren oder hormonelle Einflüsse eine Rolle. Das kann selbst dann so sein, wenn das Körpergewicht insgesamt im Normalbereich liegt.

Besonders sinnvoll ist die Methode, wenn das Fettpolster klar abgrenzbar und gut greifbar ist und Sie eine nicht-operative Fettreduktion zur Konturverbesserung gewünscht ist. Weniger Kilos stehen dabei nicht im Vordergrund, sondern ein ausgeglicheneres Verhältnis zwischen einzelnen Körperarealen. Häufig behandelte Zonen sind zum Beispiel Bauch, Hüfte/Flanken, Reiterhosen, Männerbrust (Gynäkomastie) oder das Doppelkinn.

Wann ist Kryolipolyse nicht geeignet?

Kryolipolyse ist keine Methode zur Gewichtsreduktion. Bei starkem Übergewicht oder sehr ausgeprägten Fettdepots stößt die Behandlung schnell an Grenzen. Wenn Areale großflächig sind, reicht eine gezielte Kältebehandlung meist nicht aus, um die gewünschte Veränderung zu erreichen. Dann sind andere Wege – zum Beispiel eine generelle Gewichtsreduktion oder, je nach Befund, eine Fettabsaugung – häufig sinnvoller.

Manchmal wirkt eine Zone auch zu voluminös, obwohl Fett gar nicht das Hauptthema ist. Gerade bei grundsätzlich schlanken Menschen kann das, was sich weich anfühlt oder greifen lässt, auch Hautüberschuss oder eine nachlassende Hautspannung sein. Wichtig ist daher die Unterscheidung: Kryolipolyse kann Fettzellen beeinflussen, aber Haut lässt sich damit nicht straffen oder wegkühlen. In solchen Fällen sind Behandlungen passender, die gezielt die Hautqualität und Gewebefestigkeit verbessern.

Was Kryolipolyse kann – und was nicht

Damit Ihre Erwartungen gut passen, hilft eine klare Einordnung. Kryolipolyse ist eine gezielte Kältebehandlung für klar definierte Problemzonen, mit dem Ziel, Konturen zu verbessern. Wie stark der Effekt ausfällt, hängt immer von Ausgangsbefund, Zone und individuellem Stoffwechsel ab.

Kryolipolyse kann:

  • Lokale Fettpolster an klar begrenzten Arealen reduzieren
  • Konturen harmonisieren, Übergänge weicher wirken lassen
  • Eine Fettreduktion ohne OP ermöglichen (ohne Schnitte, meist ohne Ausfallzeit)
  • Ein Ergebnis erzeugen, das sich schrittweise über mehrere Wochen entwickelt

Kryolipolyse kann NICHT:

  • Gewichtsabnahme ersetzen oder großflächig Körperfett reduzieren
  • Stark erschlaffte Haut zuverlässig straffen oder Hautüberschuss entfernen
  • Jede Fettart gleich gut behandeln (z. B. sehr ausgeprägte Fettdepots)
  • Ein Sofort-Ergebnis liefern – der Körper braucht Zeit für den Abbauprozess

Wenn vor allem Hautüberschuss oder sehr viel Fettvolumen im Vordergrund steht, sind andere Verfahren häufig passender, manchmal auch Kombinationen.

Welche Bereiche eignen sich für Kryolipolyse?

Geeignet sind klar abgrenzbare, gut greifbare Fettpolster an typischen Problemzonen – häufig an Bauch, Flanken, Oberschenkeln oder unter dem Kinn.

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Hüfte/Flanken

Hartnäckige Depots („Love Handles“), bei denen schon eine moderate Reduktion die Silhouette sichtbar beruhigen kann.

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Bauch

Lokale Fettpolster am Unter- oder Oberbauch, die die Kontur stören, obwohl das Gewicht stabil ist.

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Reiterhosen (Oberschenkel außen)

Klar begrenzte Fettansammlungen an der Außenseite, sofern die Hautqualität grundsätzlich passt.

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Oberschenkel innen

Greifbare Fettpolster an der Innenseite, die die Beinform beeinflussen können.

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Rückenrollen/BH-Zone

Umschriebene Fettdepots am oberen Rücken, die sich unter Kleidung oft deutlich abzeichnen.

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Oberarme

Lokale Fettdepots am Oberarm, die den Armumfang betonen können.

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Doppelkinn/Kinnlinie

Kleine Fettpolster unter dem Kinn, die die Kinnkontur weicher erscheinen lassen.

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Männerbrust

Fettbedingte Fülle im Brustbereich bei Männern, wenn ein lokales Depot im Vordergrund steht (Lipomastie/Gynäkomastie).

Grundsätzliche Wirkweise der Kryolipolyse

Die Kryolipolyse nutzt ein biologisches Prinzip: Fettzellen sind kälteempfindlicher als viele umliegende Gewebe. Während Haut, Muskeln und Bindegewebe bestimmte Temperaturen meist besser tolerieren, gerät Fettgewebe bei Kälte früher unter Stress. Ein Applikator kühlt deshalb ein klar definiertes Unterhautfettpolster kontrolliert herunter. Das passiert nicht schockartig, sondern über eine stabile Kühlphase.

Durch diese gezielte Kühlung können Fettzellen so beeinflusst werden, dass ein geordneter Zellabbau angestoßen wird (häufig als Apoptose beschrieben). Anschließend startet der Körper den Aufräumprozess, begleitet von einer milden Entzündungsreaktion. Zellreste und Abbauprodukte werden nach und nach verarbeitet und unter anderem über das Lymphsystem abtransportiert. Genau deshalb braucht das Ergebnis der Kryolipolyse Behandlung Zeit und entwickelt sich typischerweise schrittweise über mehrere Wochen.

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Typischer Kryolipolyse Ablauf im Gewebe

  • Kontrolliertes Absenken der Temperatur im Fettpolster
  • Anstoß eines geordneten Zellabbaus (Apoptose)
  • Milde Entzündungsreaktion als Startsignal für den Abbauprozess
  • Abtransport von Zellresten/Abbauprodukten, u. a. über das Lymphsystem
  • Sichtbare Veränderung erst nach mehreren Wochen, nicht sofort

Welche Kryolipolyse-Syteme und Hersteller gibt es?

Es gibt unterschiedliche Kryolipolyse Systeme, die sich in der Regel alle als Medizintechnik-Herstellern mit eigenen Applikatoren bezeichnen. Das bekannteste System ist Coolsculpting®, das ursprünglich von ZELTIQ entwickelt und als Marke für Kryolipolyse etabliert wurde. Es ist als einziges System FDA-zertifiziert. Heute gehört Coolsculpting zu Allergan

Nicht jedes Kältegerät zur Fettbehandlung arbeitet gleich. Je nach System wird teils von vornherein mit mehreren Anwendungen pro Region geplant, um ein sichtbares Ergebnis zu erzielen. Bei Coolsculpting® kann häufig schon eine Applikation pro Zone eine Veränderung anstoßen, abhängig vom Ausgangsbefund.

Wie unterscheiden sich die Kryolipolyse Systeme/Hersteller?

Die Unterschiede der unterschiedlichen Kryolipolyse-Systeme liegen vor allem in Kühltechnik, Temperaturführung, Sicherheitsstandards und Anzahl der benötigten Applikationen. Medizinisch entscheidend sind eine gleichmäßige, kontrollierte Kühlung und Sicherheitsmechanismen, damit das Fettpolster sicher und optimal erfasst wird. Für den Patientenkomfort ist die benötigte Anzahl der Applikationen oft ein weiteres, wichtiges Kriterium. Zusätzlich beeinflusst die Passform der Applikatoren, wie gut die einzelnen Zonen behandelbar sind und wie komfortabel die Sitzung abläuft.

In unserer Praxis für plastische und ästhetische Chirurgie in München wenden wir die Kryolipolyse mit Coolsculpting® seit Markteinführung in Deutschland an. Dr. Rösken war damals einer der ersten Anwender der Kryolipolyse in Deutschland und verfügt über umfangreiche Behandlungserfahrung in der Fettbehandlung durch Kälte. Aufbauend auf dieser langjährigen Erfahrung hat er die reine Kryolipolyse weiterentwickelt und mit anderen erfolgreichen Behandlungen zu der speziellen Ästheten-3-Stufen-Kryolipolyse kombiniert.

Alle Phasen sind wissenschaftlich belegt und durch Studien abgesichert. Hinweise zu den entsprechenden Veröffentlichungen finden sich in den wissenschaftlichen Grundlagen der Ästheten-3-Stufen-Kryolipolyse.

Wie ist der Ablauf einer typischen Kryolipolyse Behandlung?

Eine Kryolipolyse Behandlung beginnt mit einer kurzen Anamnese und einer Zonenanalyse: Das Fettpolster wird beurteilt, die Behandlungsfläche markiert und realistisch eingeschätzt, welches Ergebnis in Ihrem Fall zu erwarten ist. Anschließend wird eine Schutzmembran aufgelegt und der Applikator platziert, der das Gewebe sanft ansaugt und kontrolliert herunterkühlt. Nach der Kühlphase wird das Areal gelöst und in vielen Protokollen kurz nachmassiert.

Wie ist der Ablauf der speziellen Ästheten-3-Stufen-Kryolipolyse?

Im Unterschied zur klassischen Kryolipolyse, bei der vor allem die Kälteapplikation im Mittelpunkt steht, ist die Ästheten-3-Stufen-Kryolipolyse als klar strukturiertes Konzept aufgebaut. Die Behandlung kombiniert drei aufeinander abgestimmte Phasen: Gewebe vorbereiten, Fettzellen kontrolliert kühlen und den Abbauprozess danach gezielt unterstützen.

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Phase 1: Vorbereitung des Fettgewebes

Vor jeder Coolsculpting®-Behandlung wird das Areal mit LDM®-Ultraschall vorbereitet, um das Gewebe zu lockern und die Kälte später gleichmäßiger wirken zu lassen.

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Phase 2: Kryolipolyse mit CoolSculpting®

Das Fettgewebe wird kontrolliert gekühlt, sodass Fettzellen nach und nach abgebaut werden; dabei werden Haut, Muskeln und Nerven durch patentierte Sicherheitsvorrichtungen wie Freeze Detect™ und Coolcontrol™ geschützt.

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Phase 3: Unterstützung des Abbauprozesses

Direkt nach der Kühlung werden gezielt mechanische Reize eingesetzt; hierfür wird die radiale Stoßwellentherapie ZWave Pro genutzt, um den natürlichen Abbauprozess zusätzlich zu unterstützen.

Wie fühlt sich die Kryolipolyse Behandlung an?

Zu Beginn der Kryolipolyse Behandlung spüren Patienten meist ein deutliches Ziehen durch den Applikator und eine intensive Kälte, die nach einigen Minuten in der Regel nachlässt. Im Verlauf der Behandlung fühlt sich das Areal oft leicht taub an – ähnlich wie Hände, die stark abkühlen. Die Behandlung wird meist als gut auszuhalten beschrieben, manche bezeichnen das Gefühl auch als ungewöhnlich.

Direkt nach der Behandlung mit Kryolipolyse kann sich die Zone hart oder wie gefroren bzw. taub anfühlen. Dieses Gefühl verschwindet in den Stunden und Tagen nach der Kryolipolyse wieder. Rötung, Schwellung, Druckempfindlichkeit oder ein Muskelkatergefühl können ebenfalls auftreten. Auch Kribbeln oder Taubheit kommen vor und klingen meist von selbst ab, manchmal über mehrere Tage, gelegentlich auch länger.

Wie lange hält das Ergebnis der Kryolipolyse?

Die durch Kryolipolyse behandelten Fettzellen werden dauerhaft reduziert. Das Ergebnis kann daher langfristig bestehen bleiben. Voraussetzung hierfür ist, das Gewicht bleibt einigermaßen stabil. Bei Gewichtszunahme können sich verbleibende Fettzellen wieder vergrößern, sodass die Zone erneut an Volumen gewinnt.

Am besten halten Ergebnisse, wenn die Kryolipolyse als Konturbehandlung verstanden wird. Quasi als Feinschliff bei stabilen Gewohnheiten, nicht als Ersatz für Gewichtsreduktion. Eine realistische Planung und eine ehrliche Einschätzung der Ausgangslage sind dabei die wichtigsten Faktoren.

Nach der Kryolipolyse – Was passiert im Körper

Nach der kontrollierten Kühlung startet im Fettgewebe ein natürlicher Prozess. Die betroffenen Fettzellen werden so beeinflusst, dass der Körper sie nach und nach abbaut. Häufig wird das als geordneter Zellabbau (Apoptose) beschrieben. Das passiert nicht über Nacht, sondern entwickelt sich über mehrere Wochen. Genau deshalb entsteht das Ergebnis verzögert.

Typischerweise reagiert das Gewebe dabei mit einer milden Entzündungsreaktion, das ist sozusagen das Startsignal für den körpereigenen Aufräumprozess. Immunzellen übernehmen dann die Arbeit, bauen Zellreste ab, und die entstehenden Abbauprodukte werden Schritt für Schritt verarbeitet und unter anderem über das Lymphsystem abtransportiert.

Patienten können den Alltag meist gleich nach der Behandlung normal fortsetzen. Starke Hitze wie intensive Sonnenbäder, Sauna oder Solarium sollten für einige Tage vermieden werden, da diese mögliche Schwellungen begünstigen. Intensiver Sport am Tag der Behandlung sollte ebenfalls vermieden werden. Moderate Bewegung und ein stabiler Lebensstil sind jedoch sinnvoll, damit die Konturveränderung sich gut entwickeln kann.

Wann sieht man Ergebnis der Kryolipolyse?

Erste Veränderungen nach der Kryolipolyse zeigen sich häufig nach 3–6 Wochen, weil der Abbauprozess dann spürbar voranschreitet. Das endgültigere Ergebnis entwickelt sich meist bis etwa 12-16 Wochen nach der Behandlung. Je nach Ausgangsbefund kann es auch etwas schneller oder langsamer gehen.

Wie deutlich der Effekt ausfällt, hängt von Zone, Fettpolster, Stoffwechsel und Behandlungsplanung ab. Sinnvoll ist eine Verlaufskontrolle mit Fotos oder Messpunkten. So lässt sich das Ergebnis am besten objektiv beurteilen.

Risiken und Nebenwirkungen

Kryolipolyse-Behandlugen als gut verträglich. Wie bei jeder ästhetischen Behandlung können Risiken und Nebenwirkungen jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Sie sind in der Regel vorrübergehend und gut behandelbar.

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Häufig und meist vorrübergehend

  • Rötung, Schwellung
  • Druckempfindlichkeit / Muskelkatergefühl
  • Leichte Blutergüsse
  • Taubheit, Kribbeln oder Ziehen (tage- bis gelegentlich wochenweise)
  • Vorübergehende Verhärtung im Areal
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Mögliche, seltenere Nebenwirkungen:

  • Paradoxe Fettgewebsvermehrung (paradoxe adipöse Hyperplasie): Das Areal wirkt nach einiger Zeit voluminöser statt kleiner – selten, aber wichtig zu wissen.
  • Länger anhaltende Sensibilitätsstörungen (selten)
  • Kälteschädigungen der Haut sind bei korrekter Schutzmembran und fachgerechter Anwendung ungewöhnlich, müssen aber trotzdem erwähnt werden.
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Grenzen/Kontraindikationen der Kryolipolyse

  • Bestimmten Kälteerkrankungen (z. B. Kälteurtikaria/Nesselsucht durch Kälte, Kryoglobulinämie, paroxysmale Kältehämoglobinurie)
  • Akuten Entzündungen, offenen Wunden oder relevanten Hauterkrankungen im Areal
  • Schwangerschaft und Stillzeit (üblich: keine Behandlung)
  • Unklaren Knoten/Schwellungen im Areal – zuerst medizinisch abklären

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Kann Kryolipolyse mit anderen Behandlungen kombiniert werden?

Ja, Kryolipolyse lässt sich in einigen Fällen sinnvoll kombinieren. Dies gilt insbesondere dann, wenn neben dem Fettpolster noch weitere Ziele im Vordergrund stehen, etwa Feinkorrekturen in kleinen Arealen oder eine Verbesserung der Hautqualität. Welche Kombination individuell sinnvoll ist, hängt immer vom Ausgangsbefund, der Zone und dem gewünschten Ergebnis ab. Wichtig ist dabei eine klare Planung, damit Verfahren sich ergänzen und nicht unnötig doppelt eingesetzt werden.

Kryolipolyse mit Fett-weg-Spritze kombinieren

Eine mögliche Ergänzung zu der Kryolipolyse ist die Fett-weg-Spritze (Injektionslipolyse). Sie kann sich anbieten, wenn nach der Kryolipolyse noch sehr kleine, lokale Restdepots bleiben oder wenn eine Region eher für eine punktuelle Behandlung geeignet ist. In der Praxis wird das häufig als Feinschliff verstanden: Kryolipolyse für die größere Konturveränderung, die Fett-weg-Spritze für gezielte Details.

Ob das individuell sinnvoll ist, muss ärztlich geprüft werden, da Reaktionen wie Schwellung und Druckempfindlichkeit je nach Areal unterschiedlich ausfallen können.

Kryolipolyse mit Morpheus8 Radiofrequenz kombinieren

Für Menschen, bei denen neben dem Fettpolster auch die Hautstruktur eine Rolle spielt, kann eine Kombination mit Radiofrequenz-Microneedling wie Morpheus8 interessant sein. Morpheus8 zielt nicht auf Fettzellen wie die Kryolipolyse, sondern arbeitet vor allem an Gewebefestigkeit, Struktur und Oberfläche. Dadurch lässt sich, je nach Region, die Hautqualität unterstützen, während die Kryolipolyse das Volumen im Fettpolster reduziert.

Die zeitliche Reihenfolge und der Abstand zwischen den Behandlungen sollten individuell festgelegt werden, damit sich das Gewebe gut beruhigen kann und das Ergebnis planbar bleibt.

Kryolipolyse im Vergleich zu anderen Behandlungen

Kryolipolyse ist eine Fettbehandlung. Genauer gesagt, eine nicht-operative Methode zur Reduktion kleiner, klar begrenzter Fettpolster durch Kälte. Je nach Ausgangsbefund können aber auch andere Verfahren besser passen, zum Beispiel die Fett-weg-Spritze für sehr kleine Areale oder die Fettabsaugung (Liposuktion), wenn deutlich mehr Volumen reduziert werden soll. Entscheidend ist immer, welches Ziel im Vordergrund steht: Kontur-Feinschliff oder eine stärkere Volumenveränderung.

Kryolipolyse vs. Fettabsaugung (Liposuktion)

Die Fettabsaugung ist ein operatives Verfahren, bei dem Fettzellen über kleine Hautschnitte und eine Kanüle entfernt werden. Sie ist besonders dann sinnvoll, wenn es um größere Fettmengen oder um eine gezielte Formung mit deutlich sichtbarer Volumenreduktion geht. Dafür braucht es in der Regel eine Ausfallzeit, und es gelten die typischen OP-Rahmenbedingungen (Aufklärung, Kompressionskleidung, Nachsorge).

Kryolipolyse ist dagegen nicht-invasiv: keine Schnitte, meist keine längere Ausfallzeit, aber auch eher für kleinere Depots gedacht. Das Ergebnis entwickelt sich schrittweise über Wochen. Wer eine deutliche Volumenreduktion erwartet oder sehr ausgeprägte Depots hat, ist mit einer Fettabsaugung als Alternative zur Kryolipolyse oft besser beraten – manchmal auch als Kombinationsstrategie mit späterem Feinschliff.

Kryolipolyse vs. Fett-weg-Spritze (Injektionslipolyse)

Die Fett-weg-Spritze arbeitet anders. Bei der Lipolyse wird ein Wirkstoff in das Fettgewebe injiziert, der dort eine gewünschte Reaktion auslöst, sodass der Körper das behandelte Fett nach und nach abbaut. Häufig wird sie für sehr kleine, punktuelle Zonen genutzt. Je nach Befund zum Beispiel als Korrektur in Details oder für kleinere Bereiche wie Doppelkinn, Knie oder Oberschenkel innenseite.

Für die Fettwegspritze, also Lipolyse durch Injektion, sind in der Regel 3 Sitzungen im Abstand von 4-6 Wochen notwendig. Eine Sitzung ist in der Regel nicht ausreichend. Nach der Behandlungen sind Schwellung und Druckempfindlichkeit häufig eingeplanter Teil des Prozesses. Ob die Fettwegspritze als Alternative zur Kryolipolyse sinnvoll ist, hängt stark von Zone, Ausgangsbefund und der persönlichen Erwartung an Komfort, Ausfallzeit und Ergebnis ab.

Fazit: Wie funktioniert Kryolipolyse – und worauf es am Ende wirklich ankommt

Kryolipolyse funktioniert über kontrollierte Kälte. Ein Applikator kühlt ein klar begrenztes Fettpolster für eine definierte Zeit. Fettzellen reagieren kälteempfindlicher, werden anschließend vom Körper schrittweise abgebaut und über Stoffwechsel bzw. das Lymphsystem verarbeitet. Deshalb sieht man Veränderungen meist erst nach einigen Wochen. Bei der Behandlung geht um Kontur, nicht um Kilos.

Entscheidend ist die passende Ausgangslage. gut greifbares, lokales Fett und realistische Erwartungen. Kryolipolyse Systeme unterscheiden sich hinsichtlich Applikatoren, Temperaturführung und oft auch in der Anzahl notwendiger Applikationen. Eine ärztliche Zonenanalyse zeigt, ob Kryolipolyse sinnvoll ist oder ob alternative Behandlungen wie Fettabsaugung, Fett-weg-Spritze oder Morpheus8 besser passt.

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​Geprüfter Inhalt

Dieser Text wurde sorgfältig erstellt, um Lesern wertvolle Informationen zu bieten. Er soll bereits im Vorfeld eines Beratungsgesprächs über den Ablauf der Behandlung, mögliche Risiken und Nebenwirkungen sowie anfallende Kosten aufklären.

Bitte beachten Sie jedoch, dass die Inhalte dieser Seite keine ärztliche Fachberatung ersetzen können.

Die Informationen beruhen auf aktuellen medizinischen und rechtlichen Standards und wurden durch Dr. med. Frank Rösken, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie vor der Veröffentlichung geprüft und verifiziert.

Mehr Infos zu Lebenslauf, wissenschaftliche Publikationen und Mitgliedschaften in Fachverbänden finden Sie unter Lebenslauf Dr. Rösken.

 

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